postheadericon Polaroid SX-70

Da ist sie, meine neue (ca. 36 Jahre alte) Polaroid SX-70! Gründlich gereinigt, die Rollen neu geschmiert und die Belederung erneuert, erstrahlt sie in frischem Glanz fast wie am ersten Tag.

Nachdem ich mitbekommen hatte, dass wieder Filme für Polaroid-Kameras produziert werden konnte ich nicht anders und musste mir eine derartige Kamera bei eBay ersteigern.

2008 stellte Polaroid die Produktion von Sofortbildfilmen komplett ein und es schien zunächst, als ob dieser Zweig der analogen Fotografie damit endgültig aussterben würde. Doch glücklicherweise gaben sich einige Sofortbildliebhaber mit dieser Entscheidung nicht zufrieden und gründeten “The Impossible Projekt“, mit dem Ziel die gerade entstandene Lücke der analogen Sofortbildfilme wieder zu schließen (wahre Nerds eben).

Um die Neuerwerbung nun ausgiebig zu testen mussten natürlich auch gleich ein paar Filme eingekauft werden. Glücklicherweise gibt es seit Kurzem einen Laden in Berlin, der sich auf Sofortbildfilme und Kameras spezialisiert hat, der “Sofortbild Shop Berlin“. Hier bekam ich auch gleich eine kleine Anleitung zu den neuen Filmen und ein paar Tipps zum Gebrauch, die sich im Nachhinein als goldwert erwiesen.

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Wer sich die beiden Beispielbilder anschaut, die ich mit der SX-70 aufgenommen habe, könnte nun sagen ohje, ach du … ABER bedenkt, das sind meine ersten Gehversuche und die Impossible Filme darf man auf keinen Fall mit den alten Polaroid Originalfilmen vergleichen. Das hier ist etwas völlig eigenes und in meinen Augen durchaus wunderschön, auch wenn ich noch viel über die Belichtungseigenschaften der Kamera und vor allem die der Filme lernen muss. Ich verwende derzeit übrigens “PX 70 Color Shade Cool” Filme.

Der wichtigste Tipp beim Umgang mit den neuen Filmen war übrigens: Das Bild muss, wenn es aus der Kamera herauskommt sofort und für ca. 4 Minuten vollständig vor Licht geschützt werden – was im Freihandbetrieb gar nicht mal so einfach ist. Solange das “PX Shade” im Impossible Project Shop nicht bestellbar ist verwende ich ersteinmal eine Postkarte dazu. Das sieht dann in etwa so aus: Die Rechte Hand hält die Kamera und bedient den Auslöser (was einhändig schon ein kleines Kunststück ist), die linke Hand versucht parallel dazu eine Postkarte komplett über das herausfahrende Bild zu halten. Ist das Bild vollständig herausgekommen, lege man es ersteinmal für ca. 4 Minuten mit der Bildfläche nach unten hin, damit kein Licht mehr an die zu entwickelnde Seite kommt. Danach kann/soll das Bild umgedreht werden, so dass es komplett Ausbelichten kann, was durchaus noch einmal 30 Minuten dauert.

Ich werde sicherlich in den kommenden Wochen immer mal wieder ein paar Pola-Specials ins Netz stellen.

 

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