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pano-rhein-miniEs war einfach mal wieder an der Zeit sich mit dem Thema Panorama zu beschäftigen.

Wie bei vielen Effekten und nachträglichen Bildmanipulationen mag ich es auch bei den Panos, wenn man die Bearbeitung nicht auf den ersten Blick sieht (bei vielen HDR-Bildern unzähliger Fotografen wünschte ich mir ähnliche Sichtweisen). D.h. setzt man in einem Panoramabild die horizontalen und waagerechten Linien sinnvoll ein (sofern vorhanden) und macht sich auch ein paar Gedanken zum Thema Abstand zwischen Motiv und Kamera, so erkennt der Betrachter erst bei genauerem hinsehen (oder gar nicht), dass ein Bild aus mehreren Einzelbildern zusammengesetzt ist.

So ganz ist mir das bei unten stehendem Bild von der Klostermühle Obernhof noch nicht gelungen, bedenkt man aber, dass sich das Panorama über einen Blickwinkel von ca. 190º erstreckt und auf Grund der örtlichen Gegebenheiten der Abstand zum Objekt leider sehr gering war, bin ich mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.

 

 

Klostermühle Obernhof:

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Dieses Panorama setzt sich aus 10 Hochformat-Einzelbildern zusammen und deckt einen Blickwinkel von knapp 190º ab. Das zusammengefügte Bild kommt dabei auf eine Gesamtgröße von ca. 14.000 x 7.200 Pixel, d.h. etwas mehr als 100 Megapixel! Das ganze ist übrigens nicht vom Stativ aufgenommen, sondern freihändig entstanden, da ich das falsche Stativ dabei hatte … Merke: Kaufe niemals ein Stativ mit fest verbautem Kugelkopf, bei dem Dreh- und Neigefunktion über ein und denselben Hebel gesteuert werden. Bei jedem Versuch den Kugelkopf zu drehen veränderte sich auch immer die Neigung der Kamera, was mich dazu bewegt hat, mit dieser völlig nutzlosen Stativkonstruktion Weitwurf zu üben und das ganze frei Schnauze aus der Hand zu fotografieren, was, ein bisschen Übung vorausgesetzt auch ganz gut ging (bin schon gespannt auf den Aufschrei der Nodalpunkt-Fetischisten).

 

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10 Aufnahmen im Hochformat, mit Nikon D800, Nikkor 24-120 f/4 mit den Einstellungen 1/250 Sek. Belichtungszeit, Brennweite 24mm, Blende f/11 und ISO 200.

 

Der Rhein:

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Der Rhein, fotografiert von den bewachsenen Zinnen der Marksburg. Dieses Bild setzt sich aus zwei Hochformatbildern zusammen. Das größte Problem dabei war der Wind, der die Halme im Vordergrund gut hin- und herschüttelte, was natürlich den Übergang von einem Bild zum anderen etwas erschwert, bzw. Handarbeit in Photoshop nach sich gezogen hat. Die Aufnahmen entstanden mit einer Brennweite von 24mm bei Blende f/4 und ISO 200.

 

Hameln:

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Dieses Panorama entstand in Hameln mit einer Sony SLT A77 und der internen Panoramafunktion der Kamera. Dabei startet man über den Auslöser die Panoramafunktion und schwenkt die Kamera über den gewünschten Bildausschnitt, während die Automatik munter Einzelbilder aufnimmt und diese beim Speichern intern auch gleich in ein Panorama verwandelt. Das ganze klappt besser als ich vorher gedacht hatte. Die Bildzusammenfügung in Photoshop liefert zwar noch bessere Ergebnisse, aber dabei geht es dann nur noch um die letzten 5%. Otto-Normal Knipser kann mit dem Kamerapano auch sehr gut leben.

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Die Ausschnittvergrößerung zeigt sehr gut, was der 24 Megapixel Sensor von Sony und die Panoautomatik alles hergeben. Das gesamte Panorama hat im Original übrigens eine Größe von ca. 95 Megapixeln (ca. 13.500 x 7.100 Pixel).

 

Gigapixel Panorama:

Für die Zukunft steht auch schon ein Gigapixel-Panorama auf der Wunschliste. Wenn die motorisierten Panoramaköpfe von GigaPan nicht so verflucht teuer wären, hätte ich sicherlich schon das eine oder andere Giga-Panorama erstellt. Naja, mal sehen, was die beste Ehefrau der Welt zu einer derartigen Anschaffung sagt …

 

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